1. HERREN – Triumph total: Die Herren steigen ungeschlagen in die 1. Bundesliga auf Philipp Marx: „Eine sensationelle Runde. Alle Spieler wollten unbedingt die Meisterschaft“.

Jürgen Hackauff: „Der Kern der Mannschaft bleibt bestehen“

Nur wenige Tage, nachdem sich die Herren-Mannschaft des FTC Palmengarten mit neun Siegen in neun Zweitligaspielen für die 1. Bundesliga qualifiziert hatte, sprach Geschäftsführer Jürgen Hackauff in einem Kurzinterview über die abgelaufene Saison, aber auch über die Zukunft.

Die Mannschaft hat die Runde ungeschlagen beendet. Was waren für Sie die Hauptursachen?

JÜRGEN HACKAUFF: Da kamen mehre Faktoren zusammen. Aus meiner Sicht spielte eine große Rolle, dass sich die Mannschaft in den letzten zwei Jahren gefunden hat. Die Spieler, die schon bei uns waren, gaben bei Weltranglistenturnieren an Spielerkollegen weiter, dass wir ein attraktiver Club sind, im Umfeld professionell gearbeitet wird und die Stimmung innerhalb der Mannschaft stimmt. Es hat sich dann auch gezeigt, dass die Neuzugänge sehr gut ins Teamgefüge gepasst haben und sehr gut  in die homogene Mannschaft integriert wurden.

Wenn man vom Umfeld spricht. Es gibt ein Sprichwort: Viele Köche verderben den Brei. Dieses Phänomen kann man in vielen Vereinen beobachten. Wie war es beim FTC Palmengarten?

HACKAUFF: Das Betreuer-Team wurde bewusst sehr klein gehalten. Die Mannschaft wurde lediglich vom Head-Coach Philipp Marx und seiner Frau Sarah, meiner Wenigkeit und von meiner Frau Beate betreut. Dieses Quartett genoss das Vertrauen des Vorstandes, der es mit dieser Aufgabe auch betraut hatte. Durch das enge Verhältnis entstand zwischen den Spielern und ihren Betreuern eine familiäre Atmosphäre, die bei den Cracks sehr gut ankam.

Allein mit einer guten Führung wäre ein solch triumphaler Durchmarsch aber sicher nicht möglich. Was zeichnete die Mannschaft aus?

HACKAUFF: Wichtig war, dass wir jede Begegnung in einer starken Besetzung bestreiten konnten. Die Einsatzbereitschaft war enorm, einige Spieler verzichteten sogar auf eine Turnierteilnahme, um für uns spielen zu können. Man spürte immer wieder, dass alle aufsteigen wollten.

Gab es innerhalb des Teams Führungspersönlichkeiten?

HACKAUFF: Ja. Carlos Gomez-Herrera und Malek Jaziri. Die beiden haben die jungen Spieler hervorragend unterstützt und geführt. In keiner anderen Zweitliga-Mannschaft war der Zusammenhalt derart positiv zu spüren, wie bei uns. Sobald Spieler ihr eigenes Match beendet hatten und es in laufenden Spielen eng wurde, eilten diese zur Unterstützung zu den Teamgefährten. Der Teamgeist steigerte sich von Spiel zu Spiel.

Sprang der Funke auf die Fans über?

HACKAUFF: Die Spieler haben die Zuschauer mitgerissen. Deshalb waren die Begegnungen bis zum Schluss gut besucht. Die Fans sind begeistert mitgegangen, belohnten gute Schläge mit Applaus, munterten die Spieler immer wieder auf.

Und haben auch die Spieler die Begeisterung der Fans gespürt?

HACKAUFF: Auf jeden Fall. Die ausgelassene Freude bei der spontanen Feier der Spieler im direkten Anschluß an das letzte Doppel wurde von den Fans bejubelt. Bei der internen Meisterschaftsfeier, bei der auch unser 2. Vorsitzende Andreas Hübner anwesend war und lobende Worte an die Spieler richtete, zog en ausnahmslos alle Spieler eine positive Resonanz und bedankten sich für die Zeit in unserem Club. Alle betonten, sich bei uns wohl gefühlt zu haben und  gut unterstützt worden zu sein. Einigen war die Rührung anzusehen.

Nun widmen wir uns der Zukunft. Will der FTC Palmengarten den Aufstieg überhaupt wahrnehmen?

HACKAUFF: Ja, auf jeden Fall. Im Vorstand haben wir bereits beschlossen, die Herausforderung anzunehmen. Wir sind glücklich, nach 42 Jahren wieder erstklassig spielen zu können.

In der 1. Bundesliga spielen etliche internationale wie deutsche Stars. Wird sich der FTC Palmengarten auch verstärken?

HACKAUFF: Wir wollen uns so verstärken, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Die Mannschaft bleibt in ihrem Kern bestehen, wir werden uns jedoch punktuell mit einer Nummer eins und einem Doppelspezialisten verstärken. In die Entscheidung, wer das sein wird, werden auch die Spieler in großem Maße eingebunden. Sie kennen schließlich die Kollegen von den Weltranglistenturnieren am besten. Deshalb haben wir nach einer Besprechung mit der Mannschaft beschlossen, dass sie selbst Ausschau nach Spielern halten sollen, die zu uns passen; sportlich wie menschlich.

Was soll sich in der 1. Bundesliga noch ändern?

HACKAUFF: Schon am letzten Spieltag, als der Aufstieg in trockenen Tüchern war, war allen Betroffenen klar, dass wir unseren Sponsorenpool ausweiten und den grösseren Anforderungen des „Oberhauses“ gerecht werden müssen.  Wir rechnen natürlich auch mit mehr Zuschauern, was eine optimierte Verköstigung und einen angepassten VIP-Bereich auf unserer Anlage voraussetzt. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Herausforderung sowohl sportlich als auch logistisch bewältigen werden.