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Damen 60

Regionalliga Südwest

Damen 60, Regionalliga

Erfreulich und unerwartet: Jetzt um die Deutsche Meisterschaft

In der Regionalliga der Damen 60 galt der TC Wetzlar als klarer Favorit. Die Wetzlarer schienen die Prognose auch mit dem 4:2-Sieg am ersten Spieltag zu bestätigen. Doch dies weiß jedes Kind: Die Titel werden nicht nach der Papierform gewonnen. Jedes Match muss erst gespielt werden, und das tat der TC Palmengarten bravourös. Die nächsten vier Partien - einschließlich der gelungenen Revanche gegen Wetzla - wurden gewonnen und am letzten Tag dann, mit dem 3:3 gegen Heidelberg, die Meisterschaft perfekt gemacht.

Dass es noch einmal so spannend wurde, bevor der benötigte letzte Punkt unter Dach und Fach war, lag an der Knieverletzung von Olga Markova, die kein Einzel bestreiten konnte. So stand es auf Messers Schneide: Hätte Jutta Labenski den Match-Tiebreak gegen Jana Schuster verloren, hätte der TCP mit Wetzlar die gleiche Punktzahl, das gleiche Matchverhältnis und auch das gleiche Satzverhältnis. Erst das Verhältnis der insgesamt in den Sätzen gewonnenen Spiele hätte die Meisterschaft Wetzlar beschert. Doch die von Olga gut gecoachte Jutta konnte den entscheidenden Durchgang mit viel Geduld 10:5 gewinnen. Somit können die Palmengarten-Damen am 18./19. September beim Südost-Meister (wer das sein wird, steht noch nicht fest) um die deutsche Meisterschaft kämpfen.

Ein Rückblick offenbart, dass Simona Nesnidal die überragende Spielerin der gesamten Runde war.  In sechs Einzel und fünf Doppel-Partien blieb die Tschechin ungeschlagen. Im Einzel gab sie lediglich einen Satz ab, im Doppel an der Seite von Olga Markova oder Sabine Becker gar in zehn Sätzen nur mickrige elf Spiele. Ihre Landsmännin Markova kam auf 3:0-Siege im Einzel sowie 3:1 im Doppel. Eine Klassevorstellung im Einzel gab Jutta Labenski (5:1), die im Doppel jedoch nicht an diese Leistungen anknüpfen konnte. Eine ausgeglichene Bilanz wiesen Petra Kern-Dittmer, Ulrike Relig sowie die nur im Doppel eingesetzte Sabine Becker auf, während Annette Hochstrahs lediglich gegen Heidelberg für die verletzte Markova eingesetzt wurde.

TC Palmengarten - Heidelberger TC 3:3

Simona Nesnidal - Susanne Roseneck-Peterssen 3:0, Aufgabe Heidelberg

Jutta Labenski - Jana Schuster 2:6, 7:6, 10:5

Petra Kern-Dittmer - Hanne Hemmerich-Dornick 3:6, 2:6

Annette Hochstrahs - Elke Schneider 1:6, 1:6

Nesnidal/Markova - Roseneck-Peterssen/Schuster 6:2, 6:4

Labenski/Becker - Schuster/Dörfler 1:6, 5:7