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Herren II Hessenliga

Hessenliga, Herren II

Selbst die größten Optimisten konnten kaum erwarten, dass der Klassenerhalt bereits nach der Hälfte der Hessenliga-Saison praktisch unter Dach und Fach sein würde. Der Neuling machte dies aber mit dem Sieg gegen den TK Langen wahr. Denn selbst bei einer Niederlage am Samstag im abschließenden Spiel der Gruppe B im Heimspiel gegen das sieglose Schlusslicht TEVC Kronberg müsste, um das Team um Kapitän Niklas Zielen in das Abstiegsspiel zu befördern, Eintracht Frankfurt II in Bad Vilbel gewinnen, was kaum vorstellbar ist. So geht es wohl nur noch darum, ob man im Viertelfinale beim übermächtigen BW Wiesbaden antreten wird, der unbedingt in die Regionalliga Südwest aufsteigen will, oder beim Zweiten der Gruppe A, was Titelverteidiger RW Sprendlingen oder der TC Steinbach sein wird.

TC Bad Vilbel - TC Palmengarten II 7:2

Dass das Match beim Gruppen-Favoriten TC Bad Vilbel für das erhoffte Erreichen des Viertelfinals irrelevant sein würde, war zu vermuten. Dennoch hat man gehofft, sich zumindest in die Doppel retten zu können.

Den einzigen Sieg produzierte Agamenone. Sein Plus in einer hochklassigen Partie gegen den Brasilianer Daniel Dutra Da Silva war, dass er die meisten relevanten Punkte für sich entschied. Seine kurzzeitige Passivität im zweiten Satz kostete ihn diesen Durchgang. Auch im Match-Tiebreak lag Franco schon 3:6 zurück. Dann bewies der Italo-Argentinier sein Kämpferherz, mit dem er in diesem Jahr bereits fünf ITF-Weltranglistenturniere gewonnen hatte. Nachdem Da Silva ein leichter Fehler zum 6:4 unterlief, spielte Agamenone souverän auf. Chancenlos waren an diesem Tag Oliver Tobisch sowie, zumindest ab dem zweiten Satz, Niklas Zielen und Jannis Köke. Die Chance, die Entscheidung in die Doppel zu verschieben, hatten der junge Laurens Harnoth Manrubia und Yannick Schmidl. Laurens unterlag dem bis dahin ungeschlagenen Marvin Schramm nach einem absolut ausgeglichenen Duell unglücklich im Match-Tiebreak 8:10. Yannick schlug gut auf, erzeugte vor allem mit seiner Vorhand viel Druck. Sein Pech war, dass Bad Vilbel als seinen Gegner den 17-jährigen Tschechen Jakub Nicod aufgestellt hatte, der zu den 100 besten Junioren der Welt zählt. 

Daniel Dutra Da Silva/Brasilien – Franco Agamenone/Italien 3:6, 7:5, 6:10

Niklas Schell – Oliver Tobisch 6:0, 6:2

Hendrik Jebens – Niklas Zielen 7:6, 6:0

Marvin Schramm – Laurens Harnoth Manrubia 5:7, 6:4, 10:8

Tim Büttner – Jannis Köke 7:5, 6:2

Jakub Nicod/Tschechien – Yannick Schmidl 6:4, 7:6.

Doppel nicht gespielt 2:1 gewertet.- Franco Agamenone/Argentinien 1:6, 4:6

 

TC Palmengarten II - TK Langen 5:4

Der zweite Saisonsieg gelang ohne den Nervenkitzel des Auftakt-Triumphes. Während beim 5:4 gegen Eintracht Frankfurt II erst drei gewonnene Doppel nach 2:4-Rückstand den Erfolg bescherten, lag das TCP-Team diesmal ständig in Führung. Den ersten Punkt besorgte der solide spielende Jannis Köke mit einem Sieg über Routinier Andreas Ainalides. Die glatte Niederlage von Oliver Tobisch gegen den in anderen Dimensionen spielenden Kolumbianer Barrientos konterte Niklas Zielen. Sein Match gegen den Serve-and-Volley-Mann Yannic Köhne glich der Fahrt in einer Berg- und Talbahn. Zunächst fand Niklas gegen die ständigen Netzattacken kein geeignetes Mittel. „Er hat im ersten Satz unglaubliche Volleys gespielt", sagte er hinterher anerkennend. Doch dann wendete sich das Spiel total. Zielen schaffte mit 6:0 den Satzausgleich. "Im zweiten Satz wurden meine Returns immer besser, was Yannic den Weg nach vorne erschwerte.“ Was folgte, war nichts für schwache Nerven. Das hätte selbst ein Alfred Hitchcock nicht besser inszenieren können. Zielen führte im Match-Tiebreak 4:2, schwächelte dann, während Köhne wieder wie zu Matchbeginn konsequent ans Netz ging und sechs Punkte in Folge gewann. Bei 4:8 verschlug der Langener aber einen „hundertprozentigen“ Überkopfball. Während er dadurch nervös wurde, gelangen Niklas drei starke Passierbälle in Folge. Mit dem sechsten Punkt in Serie machte der Routinier den 10:8-Triumph perfekt. Die im Einzel ungeschlagenen Franco Agamenone und Taym Al Azmeh erhöhten sicher auf 4:1. Franco erwischte zwar nicht seinen besten Tag, doch seine Qualität ist inzwischen so groß, dass er den Schweden Simon Freund auch so jederzeit im Griff hatte. Während Tim Köbler erst überpowerte und später wiederum zu passiv spielte, spulte Taym einfach sein Pensum unbeeindruckt herunter. Laurens sah gegen den Langener Spielertrainer Alexander Schubert schon wie der sichere Sieger aus, ließ dann aber nach, während der Gegner immer sicherer wurde.

Bei eigener 4:2-Führung setzte Trainer Philipp Marx auf das ungeschlagene und inzwischen gut eingespielte Paar Agamenone/Zielen. Die beiden rechtfertigten das Vertrauen mit einem nie gefährdeten Sieg, der den noch benötigten fünften Punkt brachte. Wäre noch ein Punkt notwendig gewesen, hätten ihn Oli Tobisch und Tim Ostheimer auch holen können. Doch nach der Nachricht vom Sieg des ersten Paares war im Match-Tiebreak der zum Sieg benötigte letzte Funke Spannung weg.

Agamenone/Italien – Simon Freund/Schweden 6:3, 6:4

Oliver Tobisch – Nicolas Barrientos/Kolumbien 1:6, 2:6

Taym Al Azmeh – Tim Köbler 6:1, 6:4

Niklas Zielen – Yannic Köhne 4:6, 6:0, 10:8

Laurens Harnoth Manrubia – Alexander Schubert 6:2, 4:6, 3:10

Jannis Köke – Andreas Ainalides 6:3, 6:3

Agamenone/Zielen – Barrientos/Schubert 6:0, 6:3

Tobisch/Tim Ostheimer – Köbler/Köhne 4:6, 6:3, 6:10

Köke/Schmidl – Freund/Ainalides 2:6, 5:7

 

Hessenliga, Gruppe B, Herren: Eintracht Frankfurt II – TC Bergen-Enkheim 2:7, TC Bad Vilbel - TC Palmengarten II 7:2, TEVC Kronberg - TK Langen 4:5, TC Bergen-Enkheim - TC Bad Vilbel 3:6, TEVC Kronberg - Eintracht Frankfurt II 3:6, TC Palmengarten II - TK Langen 5:4.

 

Die Tabelle: 1. TC Bad Vilbel 8:0 Punkte, 28:8 Matches,  2. TC Bergen-Enkheim 6:2, 23:13,  3. TK Langen 4:4, 16:20,  4. TC Palmengarten II 4:4, 15:21,  5. Eintracht Frankfurt II 2:6, 16:20,  6. TEVC Kronberg 0:8, 10:26.

 

Die nächsten Spiele, Samstag (10 Uhr):  TC Palmengarten II - TEVC Kronberg, TK Langen - TC Bergen-Enkheim, TC Bad Vilbel - Eintracht Frankfurt II.