Damen 60

REGIONALLIGA SÜDWEST

Finalrunde Deutsche Vereinsmeisterschaft Damen 60 am 18./19.9. 2021

Sportlich gab es für uns gegen die sehr starken Gegner nichts zu holen. Dennoch war für uns die Reise zu der Endrunde um die Deutsche Vereinsmeisterschaft ein großes Erlebnis“, fasste Petra Kern-Dittmer, Mannschaftsführerin der Damen 60 I, die drei Tage in Siegsdorf zusammen.

Der TC Palmengarten hatte sich für diese Endrunde als Sieger der Regionalliga Südwest qualifiziert. Die vier besten Teams der Regionen West, Südwest, Südost und Nordost trafen sich am Alpenrand, fünf Kilometer vom Biathlon-Ort Ruhpolding in Oberbayern. Die 8000 Seelen zählende Gemeinde lebte diese Deutsche Meisterschaft. Bereits bei der Einfahrt in den in der Nähe des Chiemsee gelegenen Ort gab es zahlreiche Plakate. Für die beteiligten Mannschaften BW Berlin, Marieburger SC aus Köln sowie TC Palmengarten war es gar nicht leicht, in dem Touristenzentrum Unterkunft zu finden. Da sich Petra rechtzeitig darum gekümmert hatte, hatten es Simona Nesnidal, Jutta Labenski, Olga Markova, Petra Kern-Dittmer, Sabine Becker, Ulrike Rellig sowie Sportwartin Brigitte Kräll nur drei Kilometer bis zu der Acht-Platz-Anlage des TSV Siegsdorf.

„Wir wurden im Ort und speziell im Club unheimlich herzlich aufgenommen“ betont Petra Kern-Dittmer, die die tolle Players Night nicht so schnell vergessen wird. Erst gab es auf der Wiese vor dem herrlichen Alpenpanorama einen Sektempfang, dann gab ein Alphorn-Ensemble dort ein Konzert. Die Siegsdorfer Mannschaft kam in schicken Trachten gekleidet, auch der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen, in Lederhosen und einer Trachten-Jacke die Final-Teilnehmer zu begrüßen. „Wir kamen sehr gut an, haben typische Frankfurter Geschenke wie einen Bembel und Apfelweingläser mitgebracht“, sagte die Mannschaftsführerin.

Sportlich reichte aber schon ein Blick auf die LK-Liste, um zu wissen, dass der TC Palmengarten bei seiner erstmaligen Endrunden-Teilnahme krasser Außenseiter sein würde. Das hat sich im Halbfinalspiel gegen den Marienburger SC auch bestätigt. Simona Nesnidal war gegen Gabriela Jarecki, Nummer elf der Damen 60-Weltrangliste, überfordert. Jutta Labenski führte im ersten Satzmit  4:3, im zweiten gar 4:2, doch am Ende triumphierte die sehr sicher spielende Holländerin. Petra Kern-Dittmer kam nach eigenen Angaben mit dem extremen Topspin von Gunda Jacks überhaupt nicht zurecht. Den einzigen Sieg feierte Olga Markova. Die Tschechin setzte ihre Gegnerin mit langen Bällen unter Druck, vollendete den Punkt dann oft mit gekonnten Stopps. Da nach den Einzeln bei 1:3 der Rückstand bereits fünf Sätze betrug und daher die Niederlage besiegelt war, entschieden sich die beiden mit Kniebeschwerden kämpfenden Tschechinnen, sich für den nächsten Tag zu schonen und die Doppel auszulassen.

Genutzt hat die Pause leider nur wenig. Beide gaben am darauffolgenden Tag im Einzel auf. Markova versuchte es später noch im Doppel, doch auch da beendete sie den ersten Satz nicht. Die Einzige, die im Spiel um Platz drei gegen die Gastgeberinnen triumphierte, war Jutta Labenski. Ihr tat die Players Night anscheinend gut, denn sie wirkte viel stärker als am Vortag und sicherte sich mit langen, platzierten Schlägen verdient den Sieg. Auch im Doppel mit Sabine Becker lief es gut. Das Frankfurter Duo spielte gegen die starken Gegnerinnen aggressiv, ging am Netz in die Schläge rein, lieferte einen tollen Fight und verlor nur ganz knapp. „Ist schon ein wenig bitter, wenn man drei Punkte kampflos aufgibt, aber die beiden Tschechinnen haben mit ihren Knieproblemen nicht durchgehalten. Sonst wäre vielleicht mehr drin gewesen“, sagte abschließend Petra Kern-Dittmer, die jedoch noch einmal betonte, dass allein schon die Endrunden-Teilnahme ein riesiger Erfolg war.

Damen 60

Halbfinale:

TSV Siegsdorf – TC Blau-Weiss Berlin 3:3 (7:8 Sätze)

Marienburger SC – TC Palmengarten 5:1

Gabriela Jarecki – Simona Nesnidal/Tschechien 6:3, 6:2

Annelies Simons/Niederlande – Jutta Labenski 6:4, 6:4

Gabriele Meier – Olga Markova/Tschechien 2:6, 7:5, 9:11

Gunda Jacks – Petra Kern-Dittmer 6:0, 6:0

Jarecki/Meier – Labenski/Sabine Becker 6:2, 6:4

Simons/Sylvia Balkow – Kern-Dittmer/Ulrike Rellig 6:1, 6:0

Finale:

TC Blau-Weiss Berlin – Marienburger SC 4:0

Spiel um Platz 3:

TC Palmengarten – TSV Siegsdorf 1:5

Simona Nesnidal – Ursula Geiger 2:3, Aufgabe Nesnidal

Jutta Labenski – Gaby Ertl 6:4, 7:6

Olga Markova – Marlies Danner 2:5, Aufgabe Markova

Petra Kern-Dittmer – Felicitas Englisch 2:6, 3:6

Labenski/Becker – Geiger/Danner 6:7, 4:6

Markova/Rellig – Englisch/Feisinger 1:4, Aufgabe Markova